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Gesundheits-Organisation (UK): „Nikotin ist nicht schädlicher als Koffein“

München, 13.08.2015. Die britische „Royal Society for Public Health“ (RSPH), also die „königliche Gesellschaft für öffentliche Gesundheit,“ fordert ein generelles Umdenken und massive öffentliche Aufklärungskampagnen bezüglich Nikotin und e-Zigaretten.

Laut einer alarmierenden Studie der RSPH denken nahezu 90% der Öffentlichkeit nach wie vor, dass Nikotin an sich (sehr) schädlich ist. Doch dies ist ein weit verbreiterer Irrglaube. Laut RSPH ist Nikotin selbst sogar ziemlich harmlos und die Schädlichkeit von Nikotin unterscheidet sich kaum von der des Alkaloids Koffein. 

Weiterhin setzt sich die RSPH vehement dafür ein, dass Raucher ermutigt werden auf ein Produkt (die e-Zigarette) umzusteigen, welches deutlich weniger Schadstoffe beinhaltet als die normale Tabak-Zigarette – ganz gleich ob dieses Nikotin beinhaltet oder nicht – denn der Stoff Nikotin an sich ist definitiv nicht das Schädliche am Tabak-Rauch. 

Nikotin wird aus einem ganz bestimmten Grund beim Einatmen von Tabakrauch zu einer schädlichen Substanz: Wenn Tabak verbrennt entstehen tausende schädlicher Stoffe wie z.B. Teer oder Arsen. Diese Substanzen erzeugen bei der Verbrennung zusammen mit Nikotin ein hochgradig süchtig machendes Giftgemisch, welches vom Raucher mehrfach täglich inhaliert wird. 

Aufgrund dieser Kombination mit hochgiftigen und teilweise Sucht-beschleunigenden Zusatz- und Verbrennungsstoffen wird der Raucher tabaksüchtig. 

Die Gefährlichkeit und Schädlichkeit von Tabakrauch begründet sich also nicht auf den Stoff Nikotin selbst, sondern vielmehr auf das gefährliche Giftgemisch im Tabakrauch in Verbindung mit Nikotin. 

In der Tat enthalten elektronische Zigaretten (e-Zigaretten) genauso wie z.B. auch Nikotinkaugummis, -sprays oder -pflaster zwar auch den Stoff Nikotin, die schädlichen Stoffe einer verbrennenden Tabakzigarette sind in diesen Produkten jedoch nicht enthalten.

Aufgrund dieser unwiderlegbaren Tatsachen stuft die RSPH daher die Schädlichkeit von Nikotin selbst als vergleichbar mit der von Koffein ein und fordert daher ein massives Umdenken. 

Die „Royal Society for Public Health“ appelliert nun an die Öffentlichkeit und Politik folgende geeignete Maßnahmen zu ergreifen um im Sinne einer „Harm Reduction“ Kampagne (deutsch: Schadensminderungs-Kampagne) Rauchern den Zugang zu elektronischen Zigaretten zu erleichtern um diese unbedingt zu ermutigen darauf umzusteigen:

- Einführung von ausgedehnten Rauchverbotszonen um Bars, Restaurants und Schulen, in welchen jedoch elektronische Zigaretten ausdrücklich erlaubt sind. (50% der Erwachsenen würden diese Bereiche dann öfter nutzen, sowie rund ein Drittel aller Raucher würden auf elektronische Zigaretten umsteigen.)

- Empfehlung von elektronischen Zigaretten während Rauchstopp-Therapien; aktuell verkaufen nur rund 2,2% aller Tabakläden auch elektronische Zigaretten (über zwei Drittel der Öffentlichkeit befürworten diese Maßnahme.)

- Verpflichtung des Verkaufs von Nikotinersatzpräparaten (Pflaster, Sprays, etc.) durch Tabakläden. Aktuell verkaufen nur rund 0,5% aller Tabakläden diese Produkte. (70% der Öffentlichkeit befürwortet diese Maßnahme.)

- Lizensierung von Tabakläden um zu gewährleisten, dass Unternehmen, welche sich nicht an geltende Tabakrichtlinien (wie z.B. kein Verkauf unter 18 Jahren), eine bereitgestellte Lizenz auch entzogen werden kann.

- Umbennung der „elektronischen Zigarette“ in z.B. „Nikotin Stick“ oder „Dampfgerät“ um die Distanz zu normalen Zigaretten herzustellen 

Hierzu möchten wir gerne noch Shirley Cramer CBE zitieren, Chief Executive der RSPH: 

„Über 100.000 Menschen sterben jedes Jahr durch tabakbedingte Krankheiten in Großbritannien... Die meisten Menschen sterben aufgrund Ihrer Gewohnheit und um ihren Nikotinkick zu erlangen... Wenn wir es schaffen, dass diese Menschen in Zukunft Nikotin anstatt Tabak benutzen, dann wäre dies von großem Nutzen für die öffentliche Gesundheit. Dies würde uns dahingehend voranbringen, dass wir uns nicht mehr mit dem ernsthaften und kostspieligen Problem tabakbedingter Krankheiten für die öffentliche Gesundheit befassen müssten, sondern vielmehr das Thema Nikotin-Sucht in einer Weise betrachten können, welche sich nicht allzu sehr von [der Betrachtungsweise] einer Koffein-Sucht unterscheidet.“

Es bleibt zu hoffen, dass sich allen voran das DKFZ (Deutsche Krebsforschungszentrum) rundum Fr. Dr. Martina-Pötschke Langer, die WHO (Weltgesundheitsorganisation) sowie das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) umgehend mit der RSPH in Verbindung setzt um diese neuen Studien-Ergebnisse auszutauschen. 

Was hingegen gezielte Negativ-Kampagnen gegen die e-Zigarette bewirken, hat der Wissenschaftler Prof. Jean-Francois Etter von der Universität Genf bereits vor einiger Zeit in einem Satz einfach verständlich zusammengefasst hat:

"Weniger Raucher steigen um.
Und wenn weniger umsteigen, sterben mehr."
(
Quelle)

Leider muss man abschließend neidlos anerkennen: In Großbritannien und vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt scheint der Stand der Forschung und die Informationspolitik zu e-Zigaretten deutlich weiter zu sein als in Deutschland.

Werden solche Studien und Erkenntnisse hierzulande nicht gehört oder schlichtweg ignoriert, liegt der Verdacht nahe, dass es sich beim Thema e-Zigarette in Deutschland hauptsächlich um die Interessen aus Industrie und Wirtschaft, Tabaksteuer-Einnahmen oder festgefahrene Ideologien bestimmter Institutionen dreht.

Hier geht es zur Pressemeldung der RSPH:

Pressemeldung RSPH

... und hier gibt es die Studie zum Download:

e-Zigaretten Studie der RSPH

 

In diesem Sinne,

viel Spaß beim Dampfen!

Euer iSmokeSmart.de Team

 

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