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Studie: e-Zigarette geht nicht aufs Herz

München, 27.08.2012. Das erfreut das Herz so mancher Raucher: Die elektronische Zigarette schadet Herz und Gefäßen weniger als eine herkömmliche Kippe. Das haben griechische Wissenschaftler auf dem ESC vorgestellt. Sie meinen sogar: Die E-Kippe kann Rauchern beim Aufhören helfen.

Die elektronische Zigarette schadet Herz und Gefäßen weniger als eine herkömmliche Kippe. Das hat eine Studie griechischer Wissenschaftler ergeben, wie auf dem Jahreskongress der European Society of Cardiology (ESC) berichtet wurde.

Wie über E-Zigaretten aufgenommenes Nikotin klinisch wirkt, haben die Forscher um Dr. Konstantinos Farsalinos vom Onassis Cardiac Surgery Center in Kallithea untersucht.

An ihrer Studie nahmen teil: 20 konventionelle Raucher und 22 ehemalige Zigarettenraucher, die jetzt Nikotin über E-Zigaretten konsumierten. Das E-Zigaretten-Liquid enthielt Nikotin in einer mäßigen Dosierung von 11 mg/ml. Echokardiografisch wurden mit dem Gewebe-Doppler akute Effekte auf die Herzfunktion untersucht.

Dabei hätten sich bei den Rauchern subklinische Störungen der diastolischen Herzfunktion gefunden, nicht jedoch bei E-Zigaretten-Konsumenten. Bei den Zigarettenrauchern stieg zudem der Blutdruck um 8 Prozent systolisch und 6 Prozent diastolisch sowie die Pulsfrequenz um 10 Prozent. Nach Konsum von Nikotin aus E-Zigaretten sei nur der diastolische Druck um 4 Prozent angestiegen.

Nur Flüssigkeit verdampft

Bei der sog. E-Zigarette, oft auch als "elektronische" Zigarette bezeichnet, handelt es sich um Gerät in Zigarettenform zur Verdampfung von Flüssigkeit. Es besteht aus einer Batterie, einem Verdampfer und einer Kartusche, die die zu verdampfende Flüssigkeit enthält. Diese besteht in der Regel aus Glykol, Geschmacksstoffen und Nikotin. Erfunden wurde die E-Zigarette 2003 in China. Heute wird sie weltweit von Millionen Menschen als Alternative zum Zigaretten-Rauchen genutzt.

Farsalinos gab zu bedenken, dass bei E-Zigaretten nur Flüssigkeit verdampft, aber nichts verbrennt. Es sei von einer im Vergleich geringeren Schadwirkung auszugehen. So habe man in E-Zigaretten im Vergleich zu richtigen Zigaretten zum Beispiel bisher keine oder um den Faktor 500 bis 1500 niedrigere Werte für Nitrosamine gefunden.

Die E-Zigarette bedient laut Farsalinos zwei Elemente der Raucherabhängigkeit: zum einen das Verlangen nach Nikotin, zum anderen das psychologische Element des Inhalierens und Ausatmens. Der Patient hält weiterhin etwas in der Hand und führt es zum Mund - ein psychologischer Vorteil gegenüber einer Raucherentwöhnung mit Nikotinpflastern.

(Artikel geschrieben von Dr. Dirk Einecke)

Quelle: www.aerztezeitung.deÄrzte Zeitung Online, 27.08.2012

 
 
 

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